DAS BITTERE LEIDEN UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS

Anna Katharina Emmerick

Anna Katharina Emmerick (auch Emmerich) war Nonne und Mystikerin. An ihrem Körper erschienen die Wundmale Jesu Christi. In den folgenden zwölf Jahren hatte sie mystische Visionen, in denen sie an jedem Freitag die Passion Christi durchlitt. Am 3. Oktober 2004 wurde sie von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 9. Februar.

Benedikts posthumes Buch Che cos’e il Cristianesimo

Papst Benedikt XVI. im Petersdom aufgebahrt© corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner

Posthumes Buch: Bischöfe lehnen Katholizismus ab, Ausbildung in Priesterseminaren ist zusammengebrochen

Benedikts posthumes Buch Che cos’e il Cristianesimo (Was ist das Christentum?), das am 18. Januar veröffentlicht wurde, versammelt sechzehn Texte, die nach seinem Rücktritt geschrieben wurden. Die meisten entstanden um 2018, der letzte 2022. Brisante Zitate:

Che cos’e il Cristianesimo

“Man kann feststellen, dass die derzeitige Form der Vorbereitung auf den priesterlichen Dienst in den Seminaren weitgehend zusammengebrochen ist.“

– „In verschiedenen Seminaren wurden homosexuelle ‚Clubs‘ gebildet, die mehr oder weniger offen agieren.“

– Mehrere US-Bischöfe „schlossen sich zusammen, um die tatsächliche Situation zu verschleiern“, was die homosexuellen Missbräuche in der Kirche angeht.

– Einzelne Bischöfe „lehnten die katholische Tradition als Ganzes ab und versuchten, in ihren Diözesen eine Art neuen, modernen Katholizismus zu entwickeln.“

– „Das [protestantische] Abendmahl und die Messe sind zwei grundlegend verschiedene, sich gegenseitig ausschließende Formen des Gottesdienstes. Jene, die heute die Interkommunion predigen, sollen sich daran erinnern.“

– „Das moderne Denken […] kommt mit Luthers Ansatz besser zurecht als mit dem katholischen Zugang. Denn eine Erklärung der Heiligen Schrift, die das Alte Testament als Weg zu Jesus Christus sieht, ist für das moderne Denken fast unzugänglich.“

– Die „Machthaber der Toleranz gewähren dem Christentum nicht die Toleranz, die sie propagieren“ und mit ihrer „radikalen Manipulation des Menschen“ und der „Verzerrung der Geschlechter durch die Gender-Ideologie“ sind sie gegen das Christentum.

– „Die Intoleranz dieser scheinbaren Modernität gegenüber dem christlichen Glauben ist [angeblich] noch nicht in offene Verfolgung umgeschlagen, und doch manifestiert sie sich in einer zunehmend autoritären Weise mit dem Ziel, durch eine entsprechende Gesetzgebung die Auslöschung dessen zu erreichen, was im Wesentlichen christlich ist.“

Angebliche Kardinälin vor Gericht

Sie sei mit Benedikt XVI. verwandt, er habe sie 2010 auch zur Kardinälin ernannt, dies aber nie öffentlich gemacht, behauptet eine Ex-Pastorin. Aktuell steht sie wegen gefährlicher Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Verleumdung vor Gericht.

Nach Hodentritt und Spuckattacke: Angebliche Kardinälin vor Gericht

Beleidigung und gefährliche Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Verleumdung: Wegen dieser Vorwürfe muss sich aktuell eine 59-jährige evangelische Ex-Pfarrerin vor dem Landgericht Regensburg verantworten, berichtet der „Münchner Merkur“ am Mittwoch. Sie soll die Leiterin eines DHL-Shops geohrfeigt, eine Busfahrerin angespuckt und ihrem Nachbarn mit der Gehhilfe in die Hoden geschlagen haben. Außerdem soll sie dessen Hund vergiftet haben. Die Angeklagte äußere sich entgegen dem Rat ihres Verteidigers ausführlich und bestreite sämtliche Vorwürfe.

Ein Polizist berichtete beispielsweise von einem Telefongespräch mit der Ex-Pfarrerin. Sie habe dabei wild drauf los geredet und sich nicht bremsen lassen. Unter anderem habe sie vom Friedensnobelpreis geredet, von einer Verschwörung, deretwegen sie diesen nicht bekommen habe – und von ihr selbst als einer künftigen Päpstin, schreibt der Merkur.

Die Frau behauptet zudem, mit Papst Benedikt XVI. verwandt zu sein. Benedikt habe sie darüber hinaus drei Jahre vor seinem Rücktritt zur Kardinälin in pectore ernannt. Päpste können Kardinäle „in pectore„, also „im Herzen“ ernennen. Dann geben sie im Konsistorium nur bekannt, dass es außer den öffentlich kreierten noch einen oder mehrere weitere Kardinäle gibt. Idealerweise wissen das nur der Papst und der im Geheimen Ernannte. Meist geht es bei diesem Vorgehen darum, den Ernannten vor Verfolgung und Repressalien zu schützen. Jedoch legt das Kirchenrecht fest: Nur, wenn die Ernennung nachvollziehbar dokumentiert wurde, gilt sie auch über den Tod des jeweiligen Papstes hinaus. Ansonsten erlischt sie mit dem Tod des Papstes.

Gericht prüft psychiatrische Unterbringung

Das Landgericht Regensburg prüfe nicht nur, ob die Vorwürfe gegen die Frau zutreffen, sondern auch, ob sie überhaupt schuldfähig sei. Eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sei ebenso denkbar.

Sowohl nach staatlichem wie nach kirchlichem Recht steht es unter Strafe, sich fälschlich als katholischer Priester oder Kardinal auszugeben. Das unbefugte Führen von Amts- und Dienstbezeichnungen, öffentlichen Würden und das unbefugte Tragen von Amtsbekleidungen ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe belegt. Die Titel und Abzeichen von Kirchen sind dabei staatlichen gleichgestellt. Das kanonische Recht sieht für die Anmaßung eines Kirchenamts (c. 1375 CIC) eine „gerechte Strafe“ vor. Vom Kirchenrecht erfasst sind aber nur Katholiken, Christen anderer Konfessionen können daher nicht aufgrund dieses kirchlichen Straftatbestands belangt werden.

Quelle: katholisch.de

Trump zu Geldstrafe von fast einer Million Dollar verurteilt

©Getty

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump ist wegen einer Klage gegen Hillary Clinton zu einer Geldstrafe von fast einer Million Dollar verurteilt worden.

Trump zeige ein „anhaltendes Muster des Missbrauchs der Gerichte“ und habe die Klage eingereicht, „um auf unehrliche Weise ein politisches Narrativ voranzutreiben“, erklärte Richter John Middlebrooks am Donnerstag.

In der Klage, die Middlebrooks im vergangenen Jahr abgewiesen hatte, hatte Trump Clinton versuchten Betrug bei der Präsidentschaftswahl 2016 vorgeworfen. Er beschuldigte seine damalige Rivalin, die Öffentlichkeit davon überzeugen zu wollen, dass er in seinem Wahlkampf mit Russland zusammengearbeitet habe, und forderte 70 Millionen Dollar Schadenersatz. Clinton hatte bei der Präsidentschaftswahl 2016 gegen Trump verloren.

Die Klage „hätte niemals eingereicht werden dürfen“, erklärte Middlebrooks in der Gerichtsverfügung. Ihre Unzulänglichkeit als Rechtsmittel sei von Anfang an offensichtlich gewesen und kein „kein vernünftiger Anwalt hätte sie eingereicht“, schrieb der Richter. Trump sei „ein raffinierter Prozessführer, der die Gerichte immer wieder dazu benutzt, sich an politischen Gegnern zu rächen“.

Trump und seine Anwältin Alina Habba wurden zu einer Gesamtstrafe von knapp 938.000 Dollar (867.000 Euro) verurteilt.

Quelle: oe24

„Untergrund-Bürgerkrieg in der Kirche“

Marco Politi Foto: screenshot / YouTube / SRF Kultur Sternstunden

Vatikanexperte Marco Politi: Es gibt in der Kirche „einen Untergrund-Bürgerkrieg“

Der Vatikanexperte Marco Politi hat erklärt, es gebe in der Kirche seit mehreren Jahren „einen Untergrund-Bürgerkrieg“. Im Gespräch mit dem Kölner Domradio in dieser Woche sagte Politi: „Seit dem Moment, wo Papst Franziskus nach den zwei Synoden über die Familie praktisch die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen autorisiert hat, wurde dieser Bürgerkrieg begonnen, und der geht immer weiter.“

Ausdrücklich erwähnte der Vatikanexperte den im Januar verstorbenen australischen Kardinal George Pell, der „im Frühjahr schon ein sehr aggressives Memorandum für ein Konklave vorbereitet“ hatte, „in dem er sagt, dass das Pontifikat von Franziskus eine Katastrophe ist, ein Desaster, und dass man sich nicht um die apostolische Tradition kümmert“.

„Jetzt ist auch noch ein postumer Artikel in der englischen Zeitschrift ‚Spectator‘ herausgekommen, in dem er von diesem neomarxistischen Gedanken und der New Age Mentalität spricht, die sich in die Kirche eingeschmuggelt hat“, so Politi. Sein Fazit: „Das ist ein Zeichen dieses Konfliktes.“

Laut Politi gibt es derzeit in der Kirche „keine breite Reformbasis“, sondern lediglich „Elemente“. Es sei nicht so wie zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils, „wo es eine starke Mehrheit für Reformen in der Weltkirche gab“.

„Es gibt eine stramme Opposition, mindestens 30 Prozent“, zeigte sich Politi überzeugt. „Dann gibt es eine breite Mitte von 30, 40 Prozent von Bischöfen und Theologen, die Angst vor den Neuerungen und vor einer sogenannten Protestantisierung der Kirche haben. Und dann gibt es noch 20 oder 25 Prozent, die wirklich reformgesinnt sind.“

In Zukunft werde der „Kampf“ zwischen verschiedenen Parteien in der Kirche weitergehen, so der Vatikanexperte, und zwar vor allem deshalb, „weil die konservative Opposition Einfluss auf das nächste Konklave ausüben will. Sie möchte sagen: Seht, was mit Franziskus passiert. Wir müssen unbedingt einen Papst haben, der viel vorsichtiger ist.“

Quelle: catholicnewsagency

Kardinal Müller: So hat Papst Franziskus mich entlassen

Nach Erzbischof Gänswein und den Kardinälen Pell und Zen meldet sich nun auch Kardinal Müller öffentlich zu Wort: In einem neuen Buch berichtet er von seiner Entlassung und wie er sie sich erklärt. Am Franziskus-Pontifikat hat er einiges auszusetzen. Bild: © KNA/Paul H./CNS photo (Archivbild)

NEUES BUCH ÜBT SCHARFE KRITIK AM GEGENWÄRTIGEN PONTIFIKAT

In einem neuen Interviewband berichtet Kardinal Gerhard Müller, wie er seine überraschende Abberufung als Präfekt der Glaubenskongregation erlebt hat. Das Buch mit dem Titel „In buona fede“ („In gutem Glauben“) erscheint offiziell Ende kommender Woche in italienischer Sprache im Verlag Solferino. In ersten veröffentlichten Ausschnitten des Gesprächs mit der Vatikan-Journalistin Franca Giansoldati äußert sich Müller ausgesprochen kritisch über die Amtsführung von Papst Franziskus und klagt über willkürliche und zentralistische Entscheidungen des Pontifex.

Seine Entlassung als Präfekt Ende Juni 2017 nach fünf Jahren an der Spitze der Glaubenskongregation habe ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen. Noch am Vortag hätte Papst Franziskus ihn nach der Messe zum Hochfest Peter und Paul öffentlich umarmt und ihm sein Vertrauen versichert. Bei der Audienz am nächsten Tag habe er Routineangelegenheiten besprechen wollen. Stattdessen habe ihn der Papst kühl entlassen. „Am Ende des kurzen Gesprächs sagte er kurz und bündig: ‚Sie haben Ihr Mandat erfüllt. Ich danke Ihnen für Ihre Arbeit‘, ohne mir einen Grund zu nennen, und auch danach hat er mir keinen genannt“, berichtet der Kardinal. Müller will erfahren haben, dass Franziskus die Abberufung von langer Hand geplant habe und sofort nach der Audienz den Nachfolger Müllers, den spanischen Jesuiten Luis Ladaria, angerufen habe.

Autoritäre und zentralistische Tendenzen

Für Müller ist dieses Vorgehen von Franziskus symptomatisch für dieses Pontifikat. Auch andere Kuriale seien auf Geheiß des Papstes überraschend und ohne Angabe von Gründen entlassen worden. Der Kardinal betonte aber, dass er stets Wert darauf gelegt habe, loyal zum Papsttum zu bleiben. Das habe er auch Vertretern der wachsenden Opposition gegen Franziskus innerhalb der Kirche gesagt. „Das Wohl der Kirche muss meiner Meinung nach immer Vorrang haben, es muss ein absoluter Grundsatz bleiben. Man muss immer bestrebt sein, die Einheit zu verteidigen“, so Müller. Gründe für seine Entlassung kennt der Kardinal nicht. Er vermutet aber eine Abneigung von Franziskus gegen seinen Stil, die der jetzige Papst als Student in Deutschland entwickelt hätte: „Ich vermute, dass der Papst im Laufe der Zeit eine Art Misstrauen, eine Abneigung gegenüber Theologen, deutschen Akademikern kultiviert hat.“ Ihm sei es aber stets darum gegangen, seine Aufgabe zu erfüllen. „Die Aufgabe eines Präfekten der Glaubenskongregation besteht darin, dem Nachfolger Petri zu helfen, ihm den Weg zu weisen, mit ihm zusammenzuarbeiten und dabei die Lehre im Auge zu behalten, auch um den Preis, dass er Fragen aufwirft angesichts der Gefahr möglicher Lehrfehler in diesem oder jenem Dokument, angesichts schwacher Argumente, die gestärkt und vertieft werden müssen“, so Müller. Das bedeute aber nicht, illoyal oder feindlich gegenüber dem Papst zu sein. Generell spricht sich Müller dafür aus, dass die Kardinäle offen und kritisch ihre Meinung äußern.

Der ehemalige Präfekt stößt sich auch an der von ihm wahrgenommenen Tendenz des Papstes, statt wie angekündigt auf Dezentralisierung zu setzen, auch kleinteilige Entscheidungen an sich zu ziehen. Am Beispiel des im vergangenen Jahr verhängten Verbots von Priesterweihen im französischen Bistum Toulon erläutert Müller, dass der Papst Entscheidungen trifft, die normalerweise zum ureigensten Aufgabenbereich von Diözesanbischöfen gehören. Der Kardinal sieht einen engen Kreis von Vertrauten um Franziskus am Werk, die an den dafür vorgesehenen Strukturen vorbei Entscheidungen vorbereiten: „Im Vatikan scheint es so zu sein, dass Informationen parallel zirkulieren, einerseits über die institutionellen Kanäle, die leider immer weniger vom Pontifex konsultiert werden, und andererseits über die persönlichen Kanäle, die sogar für die Ernennung von Bischöfen oder Kardinälen genutzt werden.“

Kritik am Umgang mit Becciu

Deutlich kritisiert Müller den Umgang mit Kardinal Angelo Becciu, der 2020 aufgrund Vorwürfen von Misswirtschaft von allen Ämtern und den aus dem Kardinalat erwachsenden Vorrechten auf Bitten des Papstes zurückgetreten ist. „Man kann niemanden bestrafen, ohne seine Schuld zu beweisen“, so Müller. Becciu sei vor der ganzen Welt gedemütigt und bestraft worden, ohne die Möglichkeit zu haben, sich zu verteidigen. Sein Prozess im Vatikan läuft derzeit noch. Becciu hat stets seine Unschuld beteuert. Weitere Themen, die Müller laut der Verlangsankündigung in dem Buch anspricht, sind die Außenpolitik des Vatikans, insbesondere mit Blick auf China, den Umgang mit Missbrauch und moraltheologische Themen wie Sexualität, Anthropologie und Abtreibung sowie Einschätzungen zur Lage der Kirche in Deutschland.

Seit dem Tod des emeritierten Papstes häufen sich konservative Stimmen aus dem Bischofskollegium. Die Memoiren von Erzbischof Georg Gänswein, in denen er über seine Zeit mit Benedikt XVI. von den ersten Kontakten in der Glaubenskongregation an berichtet, sorgten bereits für Unmut bei Kardinälen und Bischöfen, auch Papst Franziskus soll die teils ihm gegenüber kritischen Veröffentlichungen missbilligt haben. Ein kurz vor seinem überraschenden Tod Anfang des Jahres verfasster Beitrag von Kardinal George Pell äußerte massive Vorbehalte gegen den durch den Papst initiierten weltweiten Synodalen Prozess. In dieser Woche äußerte sich der emeritierte Bischof von Hongkong, Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, in einem Interview ähnlich.

Quelle: katholisch.de